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Wahlmodul DREIDIMENSIONALE HOLZKONSTRUKTIONEN

Im Mittelpunkt des Wahlmoduls stehen experimentelle Konstruktionen, deren Materialeigenschaften sowie traditionelle und moderne Fertigungs- und Fügungstechniken zu grundlegenden Parametern des Entwurfes werden. Mit möglichst einfachen Mitteln sollen ressourcenschonende Konstruktionen realisiert werden, die mit geringem Kraft- und Materialaufwand schnell und unkompliziert aufzubauen sind. Ziel ist die Entwicklung von Prototypen für einen Innenraum an der msa, die als adaptive Raum- und Deckenstrukturen die Atmosphären von Räumen bereichern und intensivieren sollen.

Ziel der Untersuchungen ist es nach möglichen Schnittstellen und Synergien zwischen dreidimensionalen Verbindungen, Fügungsmethoden und Konstruktionen mit modernsten Entwurfs- und Formgebungsverfahren zu suchen. Während vor-industrielle Holzbauweisen auf teilweise sehr komplexen Fügungen der Bauteile ohne Verbindungsmittel und räumlicher Lastabtragung beruhend, wurden diese in den ersten Phase des industriellen Holzbaus durch einfache, stabförmige Tragwerke verdrängt, bei denen die Holzelemente mit Stahlverbindungsmitteln gefügt sind. Drei dimensionale Formgebungsverfahren und die Möglichkeit plattenförmige Bauteile in komplexen Zuschnitten herzustellen, eröffnen die Möglichkeit an die Vorteile der vorindustriellen Konstruktionen anzuknüpfen.

Dreidimensionale Holzverbindungen
Ein zweites Themenfeld unserer Untersuchung stellt die Entwicklung von digitalen Werkzeugen als Bindeglied zwischen Entwurfs- und Fertigungsprozess dar. Digitale parametrische Modelle ermöglichen es, Entscheidungen im Entwurfsprozess direkt in die Fertigung von Bauteilen einfliessen zu lassen. Umgekehrt wird durch Materialwahl und Fügungsmethode der Entwurfsprozess beeinflusst. Besonders gut lassen sich an Hand der Hebel-Stab-Systeme die Abhängigkeiten zwischen den Einzelelementen und dem Gesamtsystem simulieren. Verschiedene Fragestellungen ergeben sich: Ermöglicht die Verbindung von Entwurfs- und Fertigungswerkzeugen, die Dominanz einer visuell gesteuerten Formentwicklung über die darauf folgende Materialisierung zu relativieren? Wie verändert sich die Beziehung zwischen Planer und Handwerker/ausführendem Betrieb durch die Nutzung eines parametrischen Modells als zentraler Schnittstelle?

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